Omega-3: Wirkung und Nebenwirkungen

Dass Omega-3 eine positive Wirkung auf den Organismus hat, ist den meisten Menschen bekannt. Leider kann unser Körper diese Fettsäuren nicht selbst produzieren. Deswegen müssen wir sie über die Nahrung aufnehmen, um von ihnen zu profitieren. Auch wenn viele Menschen denken, Omega-3 sei nur Geldmacherei, so konnten Forscher bereits oft genug eine positive Wirkung von Omega-3 belegen, sodass man inzwischen sicher sein kann, dass die Fettsäuren tatsächlich bestimmte Vorteile bringen.

Was bewirkt Omega-3 tatsächlich?

Omega-3 hat zahlreiche positive Eigenschaften auf unseren Organismus. An den unterschiedlichsten Stellen im Körper bringen die Fettsäuren Vorteile mit sich und sind generell auch notwendig, denn der Großteil der Weltbevölkerung leidet an einem Mangel dieser essentiellen Fettsäuren. Was Omega-3 für unseren Körper tun kann, wird im Folgenden erklärt.

  1. Omega-3 für bessere Gehirnleistung
    Warum Schwangeren so oft Omega-3 empfohlen wird? Weil die Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) besonders wichtig für die Gehirnentwicklung eines Kindes ist. Sowohl während der Schwangerschaft als auch während der Stillzeit. Schließlich ist sie dafür verantwortlich, dass die Gehirnzellmembranen flexibel und durchlässig sind, sodass die Kommunikation schneller von statten geht. Auch bei unterschiedlichen psychischen Krankheiten, wie ADHS, Autismus und Alzheimer, soll Omega-3 unterstützen.
  2. Omega-3 als Unterstützung für die Sehkraft
    Die Zellen im menschlichen Auge enthalten besonders viele Omega-3-Fettsäuren. So ist es beispielsweise auch für die Entwicklung eine Kindes in den ersten vier bis sechs Monaten erstrebenswert besonders viel DHA aufzunehmen, damit sich die Sehnerven optimal entwickeln und die Sehschärfe erhalten werden kann. In einer Studie konnte festgestellt werden, dass die Fettsäuren außerdem vor trockenen Augen schützen, trockene Makuladegeneration stoppen und die Sehfähigkeit verbessern könnten.
  3. Omega-3 fürs Herz-Kreislauf-System
    Fast täglich beweisen Wissenschaftler mittlerweile, dass Omega-3-Fettsäuren eine positive Wirkung auf das Herz haben. Lange wurde dieses Thema skeptisch angesehen. Heutzutage weiß man, dass Omega-3 auf verschiedene Weise die Herzgesundheit unterstützen kann. Die notwendigen Fettsäuren können Blutfettwerte senken und den Blutzuckerspiegel reduzieren. Außerdem wird der Blutdruck gesenkt und das Risiko einer Blutgerinnung und damit von Thrombose fällt niedriger aus. Einige Studien belegen auch, dass man seltener einen Herzinfarkt erleidet.
  4. Omega-3 gegen Entzündungen
    Viele Krankheiten gehen mit Entzündungen einher. Viele denken an erster Stelle an Arthritis, Arteriosklerose oder Bluthochdruck. Doch auch solche Krankheiten wie Diabetes werden inzwischen mit chronischen Entzündungen in Verbindung gebracht. Omega-3-Fettsäuren können diese Entzündungen reduzieren, indem sie die Hormonproduktion ausbalancieren und den Stoffwechsel normalisieren. Außerdem wird das Immunsystem gestärkt. Bestehende Entzündungen können gelindert werden oder verschwinden sogar ganz.
  5. Omega-3 als Schmierstoff für Gelenke
    Arthrose – also Gelenkabnutzung – bringt viel Unannehmlichkeiten mit sich. Man ist eingeschränkt in seinen Bewegungen und verspürt Schmerzen. Im weiteren Verlauf sind Gelenkentzündungen typisch. Omega-3-Fettsäuren können beim Gelenkaufbau unterstützen, indem sie die Wirkung der oft verschriebenen Glucosamine fördern und so für eine bessere Bildung des Knorpels sorgen.

Die Omega-3-Fettsäuren unterstützen uns also an unterschiedlichen Stellen und in allen Lebensabschnitten. Hunderte von Studien belegen die positive Wirkung nicht nur was das Herz oder die Gehirnentwicklung anbelangt, sondern auch bei diversen anderen Problemen, wie Schlafstörungen, Spannkraft von Haut und Haaren und Infektionskrankheiten.


Omega-3-Nebenwirkungen – Gibt es sie?

Generell ist zu sagen, dass für Omega-3-Fettsäuren keine Nebenwirkungen bekannt sind. Negative Aspekte sind allgemein nur mit einem Mangel an Omega-3 assoziiert. Wichtig ist ein ausbalanciertes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren, empfohlen wird aktuell eine Ernährung im Verhältnis 5:1.

Negativ könnten sich Omega-3-Fettsäuren nur dann auswirken, wenn man eine zu große Menge davon zu sich nimmt. Das Bundesinstitut zur Risikobewertung warnt davor, die eigentlich gesunden Fette zu überdosieren, denn das könnte unter anderem zu einem höheren Cholesterinspiegel und einer schwächeren Immunabwehr bei älteren Menschen führen. Als überdosiert gilt dabei eine Zufuhr von mehr als 5g EPA und DHA pro Tag.

Fazit

Omega-3-Fettsäuren sind notwendig für unseren Organismus. Durch die moderne Ernährung überwiegt die Aufnahme von Omega-6-Fettsäuren, sodass wir unseren Fokus auf die Aufnahme von Omega-3 legen sollten. Täglich wird eine Menge von etwa 250 bis 500 Milligramm Omega-3-Fettsäuren empfohlen.