Omega-3 für Kinder

Gehört hat man das schon seit frühester Kindheit: Omega-3 ist gut für Kinder. Es soll sie klüger machen und generell ihre Entwicklung fördern. Leidet die Konzentrationsfähigkeit und die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz, rufen sich viele Eltern Omega-3 in Erinnerung. Denn das soll den Kindern helfen. Aber stimmt das auch?

Omega-3-Mangel bei Kindern ausgleichen

Die meisten Menschen haben einen relativen Omega-3-Mangel. Dafür sorgt unsere moderne Ernährung, die hauptsächlich aus Getreide und Fleisch besteht, wo Omega 6-Fettsäure enthalten sind. Gemüse und insbesondere Fisch stehen seltener auf dem Speiseplan. Kein Wunder, dass ein Omega-3-Mangel herrscht, denn genau dort stecken die gesunden Fettsäuren drin! Bereits im Mutterleib braucht das Kind die wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Aus diesem Grund wird vielen Schwangeren geraten diese vermehrt zu sich zu nehmen. Besonders die Fettsäure DHA fördert eine gute Entwicklung des Fötus. Denn es beeinflusst die neuronalen Funktionen des Kindes sowie das Sehvermögen. Aber nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch danach – während der Stillzeit – sollte die Mutter nicht auf die lebenswichtigen Fettsäuren verzichten. Später beim Wachstum sorgt Omega-3 für eine langfristige Gesundheit, indem die geistige und körperliche Entwicklung unterstützt wird. In einer Studie haben mexikanische Forscher gezeigt, dass Kinder mit Mangelernährung durch Zugabe von Omega-3 bereits nach drei Monaten positive Ergebnisse zeigten. In den meisten Fällen zeigten sie Verbesserungen der neuropsychischen Funktionen. Die Konzentrationsfähigkeit sowie die Merkfähigkeit entwickelten sich positiv.

Omega-3 fördert Gehirnleistung und Sehkraft

Die langkettige Fettsäure DHA ist ein relevanter Bestandteil unseres Gehirns und der Netzhaut des Auges. Kein Wunder, dass es Schwangeren ans Herz gelegt wird, vermehrt DHA zu sich zu nehmen. Denn bereits im Mutterleib kann die Fettsäure beim Aufbau der Organe helfen und unterstützend wirken, damit das Gehirn und Sehvermögen optimal entwickelt sind. Studien legen nahe, dass die Kinder dadurch intelligenter sein sollen, sich besser ausdrücken können und allgemein ein besseres soziales Verhalten aufweisen. Aber auch die Feinmotorik und die Sehschärfe sollen besser entwickelt sein sowie das Immunsystem. Allergien hätten durch Omega-3 weniger Chancen sich zu entwickeln und sogar auf ADHS soll es sich positiv auswirken.

Kinder mit Omega-3 versorgen für eine bessere Entwicklung

Zahlreiche Studien machen darauf aufmerksam, dass Kinder – wie auch oft die Erwachsenen – an einem Omega-3-Mangel leiden. Insbesondere im Alter von 4 bis 10 Jahren. Durch eine tägliche Einnahme von zumindest 300 mg Omega-3 (EPA und DHA) bzw. zwei Fischmahlzeiten pro Woche sollte der Mangel jedoch behoben sein.


Quelle: Verónica Portillo-Reyes et al., „Clinical significance of neuropsychological improvement after supplementation with omega-3 in 8-12 years old malnourished Mexican children: A randomized, double-blind, placebo and treatment clinical trial“, Research in Developmental Disabilities, 35, 861-870, 2014 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24508294