Omega 3 in der Schwangerschaft

Omega 3 Fettsäuren unterstützen zahlreiche Funktionen des Körpers und wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Eine ausreichende Einnahme von 250 – 300 mg der biologisch aktiven Formen EPA und DHA wird deshalb empfohlen. Doch schwangeren Frauen wird sogar ein erhöhter Richtwert von stolzen 250mg EPA und DHA plus nochmals zusätzliche 200mg DHA. Die erhöhte Zufuhr an Omega 3 hat seinen Grund, die Frau ernährt bereits zwei Lebewesen. Omega 3 Fettsäuren sind essentiell für Mutter und Kind. Die Fettsäuren sind zum Beispiel für die Entwicklung des Gehirns und der Sehfunktion von großer Bedeutung, immerhin bestehen 60 Prozent der Fettsäuren der Netzhaut aus DHA. Doch Omega 3 spielt nicht nur in der Schwangerschaft eine Rolle. Auch in der Stillzeit und der frühen Entwicklung eines Kindes sind die Fettsäuren von Bedeutung.

Gut für die Schwangerschaft

Besonders schwangere Frauen sollten auf eine ausgewogene Ernährung und im Wesentlichen auf eine ausreichende Zufuhr an Omega 3 achten. Das kommt nicht nur den Frauen, sondern auch dem Kind in ihrem Bauch zugute. Denn Omega 3 ist für die Entwicklung des Gehirns von Bedeutung. Nehmen Frauen in der Zeit ihrer Schwangerschaft genügend wertvolle Omega 3 Fettsäuren auf, können die Kinder nach der Geburt ausgeprägtere kognitive Fähigkeiten aufweisen. Das belegen auch wissenschaftliche Studien.

Doch Omega 3 hat nicht nur positive Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten, sondern auch auf die motorischen Fähigkeiten des Kindes. Die Koordination von Augen und Händen, Bewegungsfähigkeiten sowie die Feinmotorik werden gefördert. Darauf wirkt sich nicht nur die Einnahme von Omega 3 Fettsäuren während der Schwangerschaft aus, sondern auch während der Stillzeit. Durch die Muttermilch werden Nährstoffe an die Neugeborenen weitergegeben – und somit auch ein Teil des Omega 3.

Omega 3 hat gesunde Auswirkungen auf die Bewegungsfähigkeiten und kognitiven Fähigkeiten von Babys und Kleinkindern. Doch auch ältere Kinder profitieren von Omega 3. Ob sich die Fettsäuren tatsächlich auf die Intelligenz von Kindern auswirken, ist bei einigen zwar immer noch umstritten, aber eine mexikanische Studie beweist: Eine erhöhte Zufuhr beeinflusst die neuropsychologische Leistung und das Wissen des Kindes positiv, es macht Kinder in gewisser Weise klug. Omega 3 hat zum Beispiel die Verarbeitungsgeschwindigkeit oder die Aufmerksamkeit verbessert. Insgesamt hatte es Effekte auf 11 der 18 neuropsychologischen Variablen.

Eine gesunde Ernährung, die reich an Omega 3 ist, trägt zur Hirnentwicklung bei und fördert die Gehirnleistung der Kinder. Sie verbessert kognitive sowie motorische Fähigkeiten. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass auch für Kinder Fisch oder anderes Essen, das Omega 3 enthält, auf dem Speiseplan steht.

Es werden deshalb auch Fischöl Kapseln für Kinder angeboten. Omega 3 ist für Kinder nicht schädlich. Für diejenigen, die Fisch und anderes Essen, das reich an Omega 3 ist, nicht mögen, kann eine Ergänzung sinnvoll sein. Das Fischöl wird als Kapseln oder auch als Kautabletten angeboten. Besonders die Kautabletten sind beliebt, denn es gibt sie meist mit Zitronengeschmack und es ist für Kinder angenehmer diese zu kauen, als Tabletten herunterzuschlucken. Omega 3 ist also auch für Kinder geeignet. Eine Rücksprache mit dem Arzt wird trotzdem empfohlen, denn er kann einen Mangel feststellen und Unsicherheiten beseitigen.

Omega 3 verbessert das Verhältnis von Mutter und Kind

Tatsächlich können Omega 3 Fettsäuren auch die Beziehung zwischen der Mutter und ihrem Baby verbessern. Dies funktioniert auf dieselbe Weise, wie sie Depressionen bekämpfen. Denn der sogenannte Babyblues ist nichts anderes als eine Art kurzzeitige Depression der Mutter, bei der die Freisetzung von Glückshormonen ausbleibt. Omega 3 kann psychischen Krankheiten und Depressionen entgegen wirken, die Fettsäuren fungieren quasi als natürliche Antidepressiva.

Genauso wie eine ausreichende Zufuhr an Omega 3 das Risiko, an einer Depression zu erleiden, reduziert, verringert sie auch die Wahrscheinlichkeit des Babyblues. So steht einer gesunden Mutter-Kind-Beziehung auch am Anfang nichts im Wege.

Bei Kinderwunsch

Doch Omega 3 wirkt sich nicht nur positiv auf die Schwangerschaft aus, es kann auch bei Kinderwunsch von Vorteil sein. Das richtige Verhältnis von Omega 3 zu Omega-6-Fettsäuren ist hier ausschlaggebend.

Denn Unfruchtbarkeit entsteht aufgrund verschiedener Ursachen, dazu zählen

  • Stress und psychische Belastung
  • Hohe körperliche Belastung
  • Alkohol-, Nikotin- und Drogenkonsum
  • Umweltgifte
  • Über- oder Untergewicht
  • Organische Ursachen (Eileiterverschluss, Zysten, Endometriose)
  • Störungen des Hormonhaushaltes
  • Entzündungen
  • Verminderte Spermienqualität oder -produktion
  • Fehlbildungen der Fortpflanzungsorgane

Auffällig an der Liste ist, dass nicht alle Faktoren für immer feststehen. Eine Unfruchtbarkeit durch Umstände wie Rauchen, Über- oder Untergewicht, hormonelle Störungen oder bestimmte organische Ursachen können behoben werden.

Omega 3 Fettsäuren spielen bei der Unfruchtbarkeit durch Entzündungen eine Rolle. Diese können auf Geschlechtskrankheiten oder andere Infektionen im Urogenitaltrakt zurückzuführen sein.

Hier kommt das Omega 3 zum Einsatz. Denn Omega 3, genauer gesagt die Fettsäure Eicosapentaensäure, wird im Körper zu sogenannten Eicosanoiden umgesetzt. Diese Eicosanoide mindern Entzündungen und tragen zur Wundheilung bei. Dadurch kann die Wahrscheinlichkeit von Unfruchtbarkeit reduziert werden.

Des Weiteren unterstützt Omega 3 das zelluläre Immunsystem. Eine erhöhte Zufuhr an Omega 3 kann bei Frauen mit Fertilitätsproblem die Chance, schwanger zu werden, erhöhen. Dies geschieht, kurzgefasst, indem die Immunzellen der Frau die Spermien des Mannes nicht mehr als gefährlich einstufen. Die Toleranz des Immunsystems wird beeinflusst.

Nutzen gegen die Schwangerschaftshypertonie

Omega 3 Fettsäuren dienen nicht nur dazu, die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft sowie die Fruchtbarkeit zu erhöhen und die Entwicklung des Kindes zu unterstützen. Sie haben auch schützende Eigenschaften und positive Auswirkungen auf die Mutter selbst. Oft geht mit einer Schwangerschaft eine Schwangerschaftshypertonie einher. Das Omega 3 ist in der Lage, diese zu lindern.

Bei einer Schwangerschaftshypertonie (auch Gestationshypertonie oder schwangerschaftsinduzierte Hypertonie genannt) handelt es sich um einen stark erhöhten Blutdruck während der Schwangerschaft. Die Betroffenen haben dabei mit herkömmlichen Problemen des Blutdrucks zu kämpfen. Es machen sich Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen oder Sehstörungen bemerkbar.

Omega 3 Fettsäuren sind an der Regulierung des Blutdrucks und des Cholesterinstoffwechsels beteiligt. Die Eicosanoide, die der Körper aus EPA produziert, wirken sich positiv auf einen erhöhten Blutdruck aus und sind in der Lage, diesen zu senken. Eine Senkung des Blutdrucks erfolgt durch eine Erweiterung der Blutgefäße.

Hypertonie (Bluthochdruck) kann zu einer Verstopfung der Blutgefäße führen (Arteriosklerose). Eine Regulation des Blutdrucks durch Omega 3 kann auf diese Weise gefährlichen Herzkreislauf Erkrankungen vorbeugen. Außerdem verringern sich störende Symptome wie Schwindel oder Übelkeit, die mit Bluthochdruck einhergehen.

Vorbeugende Wirkung gegen Allergien des Nachwuchses

Omega 3 Fettsäuren haben nicht nur eine positive Wirkung auf die Hirn- und Sehfunktion des Kindes, sie haben auch eine präventive Funktion und beugen Allergien des Nachwuchses vor. Denn auch bei Neugeborenen können bereits Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder bei Kleinkindern Heuschnupfen auftreten.

Jedes Kind weist ein unterschiedlich hohes Allergierisiko auf. Das wird durch äußere Umständen wie Nikotin- oder Alkoholkonsum sowie durch eine ausgewogene oder ungesunde Ernährung und Lebensweise geprägt, jedoch ist die individuelle Wahrscheinlichkeit, eine Allergie zu erleiden, von Grund auf unterschiedlich hoch. Doch es gibt Tricks, mit denen werdende Mütter das Risiko reduzieren können. Dazu zählt die Zufuhr von Omega 3 Fettsäuren.

Denn eine rechtzeitige Stimulation des frühkindlichen Immunsystems, die noch in der Schwangerschaft und Stillzeit erfolgt, sorgt dafür, dass das Abwehrsystem funktioniert. Omega 3 Fettsäuren unterstützen das Immunsystem dabei. Dieses Phänomen wird auch durch einige neue Studien bestätigt. Sie beweisen: Nehmen Frauen während der Schwangerschaft regelmäßig Fisch zu sich und ist dadurch der Bedarf an Omega 3 gedeckt, sinkt das Risiko einer Allergie des Nachwuchses. Die Zufuhr der essentiellen Fettsäuren, insbesondere von Omega 3, ist für Mutter und Kind von großer Bedeutung.

Es gibt deshalb Nahrungsergänzungsmittel, die speziell für schwangere Frauen angefertigt werden. Diese enthalten meist wertvolle Omega 3 Fettsäuren, DHA und EPA, sowie Folsäure und Vitamine. Eine zusätzliche Einnahme von Supplementen ist natürlich nicht notwendig, aber sie stellt eine ideale Möglichkeit für diejenigen Frauen dar, denen es nicht gelingt, ihren erhöhten Bedarf an Omega 3 zu decken.

Studien

Omega 3 verbessert die neuropsychologischen Funktionen eines Kindes

Eine mexikanische Studie hat den Effekt von Omega 3 auf die neuropsychologischen Funktionen von 8-12-Jährigen Kindern erforscht. Es handelt sich dabei um eine randomisierte Doppelblind Studie, an der 59 mangelernährte Kinder beteiligt waren.

Durch eine Anwendung von Supplementen mit einer Dauer von 3 Monaten wurden zahlreiche positive Auswirkungen von Omega 3 auf die Kinder bewiesen, 11 der 18 neuropsychologischen Variablen wurden verbessert. Zum Beispiel hat sich die Aufmerksamkeit, die Verarbeitungsgeschwindigkeit oder die visuellmotorische Koordination (etwa Hand-Augen-Koordination) bei über 70% der Kinder deutlich verbessert.

Die Studie bestätigt, dass eine ausgewogene Ernährung und die Zufuhr von Omega 3 für Kinder von großer Bedeutung sind und ihre kognitiven sowie motorischen Fähigkeiten verbessern können.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24508294

Eine weitere Studie, die Auswirkungen unterschiedlicher Ernährungsweisen auf die Fähigkeiten von Kindern untersucht, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis.

Bei der Studie wurden die Kinder im Alter von 14-15 Jahren in drei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe bekam eine Zufuhr an Fleisch, die andere an Fisch und die Ernährung der dritten Gruppe wurde mit zusätzlichen Supplementen ergänzt. Auch hier schneiden die Kinder, die mehr Omega 3 Fettsäuren durch Fisch zu sich nehmen, am besten ab: Die Verarbeitungsgeschwindigkeit hat sich bei ihnen deutlich erhöht, die Fleisch-Gruppe zeigte hingegen kaum einen Fortschritt. Und auch die Gesamtleistung war bei den Kindern, die Fleisch einnahmen, deutlich geringer als die der Kinder, die Fisch aßen.

Die Ernährung und die ausreichende Zufuhr an Omega 3 Fettsäuren beeinflusst ohne Zweifel die kognitiven und motorischen Fähigkeiten der Kinder sowie ihre Aufmerksamkeit. Eine Mangelernährung sollte stets verhindert werden.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28969711

Bedarf an EPA und DHA in der Schwangerschaft – nur 15% ausreichend mit Omega-3 versorgt

Über die Nabelschnur wird das ungeborene Leben von der Mutter mit Omega-3-Fettsäuren versorgt. Etwa 50-60 mg DHA werden so täglich durch die Plazenta abgegeben. Führen Schwangere nicht regelmäßig ausreichende Mengen EPA und DHA mit der Nahrung zu, können sich die Omega-3-Speicher der Mutter leeren. Zur regulären Verzehrempfehlung von 250 mg EPA/DHA werden Schwangeren deshalb zusätzliche 200 mg DHA nahegelegt.

DHA als Gehirnfettsäure

Docosahexaensäure (DHA) ist Bestandteil der Zellmembranen im Gehirn. Sie kommt auch in beachtlichen Mengen in der Netzhaut der Augen vor. Vor allem in den letzten Schwangerschaftsmonaten wird sie dort vermehrt für die Entwicklung des Babys herangezogen. In dieser kritischen Phase entwickelt sich das Gehirn mit einer beachtlichen Geschwindigkeit, die im späteren Leben nicht mehr erreicht wird. DHA wird hier vermehrt als Baustein für Gehirnbereiche wie Synapsen und Hirnrinde benötigt.
In Anbetracht dieser mannigfaltigen Aufgaben verwundert es kaum, dass EPA und DHA sowohl in der Schwangerschaft, als auch während der darauf folgenden Stillzeit von fundamentaler Bedeutung sind. Eine ausreichende Aufnahme der Omega-3-Fettsäure DHA durch die werdende Mutter leistet einen Beitrag zur normalen Entwicklung der Augen und des Gehirns beim Fötus und bei gestillten Säuglingen.

Omega-3 unverzichtbar

Die Ernährung sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit also dementsprechend gestaltet werden. Ein bis zwei Fischmahlzeiten in der Woche sollten auf dem Speiseplan stehen. Bei der Auswahl eines Speisefisches sollte eine Art gewählt werden, die möglichst am Anfang der Nahrungskette angesiedelt ist, da sich Umweltgifte in diesen noch nicht so stark anreichern. Sardine und Hering seien an dieser Stelle als geeignet genannt. Ein qualitativ hochwertiges Omega-3 Präparat ist als Alternative und Ergänzung optimal um den erhöhten Tagesbedarf zu decken, denn Schwangere sind häufig unterversorgt mit Omega-3 Fettsäuren.

Omega 3 Fettsäuren erhöhen die Schwangerschaftsdauer auf die Zeit, die das Kind benötigt, um sich gut zu entwickeln. Dadurch wird das kindliche Wachstum gefördert und zugleich das Risiko einer Frühgeburt reduziert.

 

Warum das falsche Omega-3 Fischöl schädigend in der Schwangerschaft sein kann

Werdende Mütter wollen naturgemäß nur das Beste für ihr Kind. Dazu gehört unstrittig auch eine optimale Nährstoffversorgung für das im Mutterleib heranwachsende Kind. Die mangelhafte Versorgung mit lebensnotwendigen Omega-3 Fettsäuren während der Schwangerschaft ist ein vielfach unterschätztes Risiko! Nur 15 % aller Frauen sind während der Schwangerschaft ausreichend versorgt! Da gute Fette eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Fötus spielen, dürfen diese aber nicht unberücksichtigt bleiben. Aber nicht nur die ausreichende Versorgung spielt eine wichtige Rolle, vielmehr kommt es auch auf die richtige Auswahl der Quelle und – im Falle von Fischöl-Kapseln – des Produktes an.

Welche Gefahren lauern im Fisch?

Obwohl die ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren für die Mutter und insbesondere das ungeborene Kind so wichtig ist, werden all zu oft falsche und sogar gefährliche Omega-3-Produkte eingenommen. Doch was für Gefahren sind das genau? Fische, insbesondere roher Fisch, können unter anderem Schwermetalle wie zum Beispiel Quecksilber enthalten. Dieses ist vor allem in Thunfischen, aber auch anderen großen Seefischen enthalten, die aufgrund ihrer Größe und Lebensdauer anfällig sind, Schwermetalle im Fett anzulagern. Schwermetalle können beim Ungeborenen die Entwicklung stören, Hirnschäden verursachen und sogar das Risiko von Früh- und Totgeburt erhöhen. Deshalb ist bei der Auswahl der richtigen Omega-3-Quelle besondere Vorsicht geboten.

Ist billig tatsächlich gut? Aber ist auch teuer besser?

Oft steht man vor dem Regal und weiß nicht, welches Präparat am besten für sich und das eigene Kind geeignet ist, schließlich ist die Fülle an Herstellern groß. Dann greift man gern zu Jahrespackungen und günstigen Produkten, da das Preis-Leistungsverhältnis zu stimmen scheint. Dabei liegt der Preis nicht selten bei unter zwei Cent pro Tagesdosis. Hier fragt man sich unwillkürlich, wie gut die Qualität eines solchen Produktes denn sein kann?
Wer aufmerksam die Verpackung studiert, findet hier oft Angaben wie: „Hergestellt aus Seefisch“. Dies ist oft ein Indikator, dass diese aus Fischresten hergestellt werden, von denen der Hersteller keine Angabe zur Herkunft geben möchte. Angaben zum Fanggebiet oder ob es sich um Wildfang oder Aquakultur handelt fehlen häufig. Nicht nur das diese Omega-3-Kapseln den umweltschädlichen Schleppnetzfang unterstützen könnten, sondern dass auch jede Art von Fisch hier verarbeitet sein kann. Länder wie China, die nicht gerade für Umweltschutz und Qualität bekannt sind, gehören nicht zu den Fischherkunftsländern, welche Sie in Ihrem Produkt haben möchten! Ein seriöser Hersteller hat keine Scheu davor offenzulegen, woher sein Fisch kommt.

Gute Qualität muss einen gewissen Preis haben!

Ein gutes Omega-3 Produkt wird aus Kleinfischen wie beispielsweise Anchovis hergestellt. Diese Sorte lebt nur zwei Jahre lang, wodurch sie deutlich weniger Schadstoffe ansammeln kann. Auf diese Weise ist das Fischöl weniger belastet. Mindestens ebenso wichtig für die Güte eines Fischöls ist das Reinigungsverfahren. Achten Sie hier auf DPP (Deep Purification Process) oder vergleichbare Verfahren. Diese stellen sicher, dass das Endprodukt keine bedenklichen Mengen an Schadstoffen aufweist. Die Herkunft und das Herstellverfahren sind jedoch nur die ersten Indikatoren für eine gute Qualität. Jedoch merkt man spätestens jetzt, dass ein Preis von unter zwei Cent pro Kapsel kaum möglich ist bei solchen Qualitätsansprüchen.

Entzündungen und andere Nebenwirkungen bei schlechter Qualität

Omega 3 Fettsäuren sind sehr gesund und gut für den Körper, aber nur solange wie sie auch frisch und nicht oxidiert sind. Von Jahrespackungen oder Omega-3 Fischölen in großen Behältern, welche bei jedem Öffnen mit Sauerstoff in Berührung kommen, ist eher abzuraten. Diese sollten spätestens innerhalb von 30 Tagen verzehrt werden. Das gleiche gilt übrigens auch für Leinöl und andere vegane Varianten! Jedoch ist von Leinöl in der Schwangerschaft dringend abzuraten, denn es kann Frühgeburten auslösen. Auch Produkte von geringer Qualität sind häufig überlagert. Sie wurden oft nicht zeitnah unter einer Stickstoffbegasung abgefüllt, welche das Produkt vor dem Oxidieren schützt. Solche Produkte, die man an ihrem starken fischigen Geruch und Geschmack erkennt, können entzündliche Prozesse im Körper begünstigen. Damit sind die Gesundheitsvorteile, die man sich von Omega-3 verspricht, nicht vorhanden.

Vorsicht vor Füllstoffen und unbelegten Behauptungen

Die meisten Hersteller nutzen Vitamin E (Tocopherol), um das empfindliche Fischöl vor Oxidation zu schützen. Jedoch sollte dabei immer nur so viel wie nötig eingesetzt werden, denn oft wird Vitamin E als billiger Füllstoff ohne zusätzlichen Nutzen gebraucht. Auch der Einsatz von Rosmarin ist kritisch zu betrachten, da dieser im Vergleich zu Tocopherol noch nicht hinreichend auf seine antioxidativen Eigenschaften untersucht wurde. Da die Studienlage zu möglichen negativen Wirkungen durch Rosmarin auf die Gesundheit sehr dünn ist, kann eine Gefährdung für Mutter und Kind nicht ausgeschlossen werden.

Zahlreiche Gesundheitsvorteile durch Omega-3 für die Schwangere und ihr Kind

Kaum ein Stoff wurde so eingehend auf seine gesundheitlichen Auswirkungen untersucht, wie die Omega-3-Fettsäuren. Etwa 15.000 Studien weisen den Fettsäuren einen gesundheitlichen Nutzen zu. Das wichtigste für werdende Mütter ist wohl, die neuronale Entwicklung des Kindes. In einer Studie konnten Forscher feststellen, dass Kinder, deren Mütter Fischöl erhalten hatten, signifikant besser abschnitten bei einem kognitiven Test (Pediatrics 2003 Jan; 111: e39-44). Besonders wichtig für diese Entwicklung ist eine vermehrte Zufuhr von DHA während der Schwangerschaft. Daher ist ein Fischöl-Produkt mit einem höheren DHA-Anteil empfehlenswert, ganz im Gegensatz zu dem propagierten 2:1 Verhältnis von EPA und DHA, der in den meisten Produkten enthalten ist.

Wie findet man also das richtige Produkt?

Ein hoher Preis ist sicher kein Qualitätsgarant, aber sagt oft durchaus etwas über die verwendeten Rohstoffe aus. Gute und günstige Produkte sind kaum möglich, da ein frisches Produkt einfach mehr Aufwand bei der Herstellung benötigt. Preise zwischen 25€ bis 35€ sind realistisch. Auf folgende Punkte sollte man achten:

  • Herkunft
    Achten Sie darauf, dass der Hersteller Angaben über die Herkunft seiner Rohstoffe macht. Vage Angaben wie „Hergestellt aus Seefischen“ geben keinen Aufschluss über das Fanggebiet.
  • Fischart
    Die wenigsten Hersteller legen die verwendeten Fischarten offen. Kleine Fische (Anchovis etc.) aus nachhaltiger Fischerei sind vorteilhafter.
  • DPP (Deep Purification Process)
    Ein hochaufwendiges Verfahren zur Reinigung und Verfeinerung der Rohstoffe. Dadurch wird eine Minimierung von Schadstoffen und Cholesterin erzielt.
  • Verhältnis von DHA zu EPA

Legen Sie Wert auf einen möglichst ausbalanciertes Verhältnis von DHA und EPA. Denn DHA hat besonders für die neuronale Entwicklung des Kindes eine wichtige Bedeutung, während EPA ein wichtiger Trägerstoff ist. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Versorgung mit einem guten Fischöl sehr sinnvoll und äußerst wichtig ist, da nur 15% der Schwangeren ausreichende Omega-3-Werte aufweisen. Dies gilt für die Zeit vor, während und nach der Schwangerschaft. Eine Auswahl zu treffen, kann sehr schwierig sein. Der Markt ist groß und leider voller schwarzer Schafe. Aber wenn man weiß, auf welche Qualitätsmerkmale man achten muss, kann man zielsicher ein hochwertiges Produkt für sich bestimmen. Schließlich will man nur das Beste für sich und das eigene Kind.