Omega 3 und seine gesunde Wirkung

Gesunde Augen, ein gut funktionierendes Herz und Gehirn sind für die meisten Menschen selbstverständlich. Diese Anforderungen sind nur mithilfe von Omega 3 Fettsäuren zu erfüllen. Omega 3 Fettsäuren sind lebenswichtige Fette, die einige bedeutende Funktionen im menschlichen Körper haben.

Was sind Omega 3 Fettsäuren?

Ihr Aufgabengebiet umfasst die Unterstützung des Abwehrsystems, einen gesunden Stoffwechsel, sie schützen vor Infektionen und Entzündungen oder beeinflussen die Produktion von Hormonen – und das sind nur wenige Beispiele für die Bedeutsamkeit von Omega 3. Es ist notwendig, die essentiellen Fette dem Körper zuzuführen, damit das System Mensch reibungslos funktioniert. Ein Mangel kann einige negative Konsequenzen nach sich ziehen. Deshalb sollte ein Jeder darauf achten, den täglichen Bedarf zu decken. Enthalten sind sie in verschiedenen pflanzlichen und tierischen Produkten, besonders Fisch ist einem Großteil der Menschen als Quelle geläufig.

Doch es gibt weitaus mehr, das man über Omega 3 wissen sollte – sie besitzen vielfältige Eigenschaften, Funktionen und Auswirkungen auf die Gesundheit, und es gibt allen Grund dazu, weshalb das Wort Omega 3 den meisten Menschen bekannt ist und weshalb sie noch weitaus mehr darüber erfahren sollten.

In welche Gruppe der Fette ist Omega 3 einzuordnen?

Omega 3 Fettsäuren bilden eine Untergruppe der ungesättigten Fettsäuren. Das bedeutet, dass ihre organisch-chemische Verbindung mindestens eine Kohlenstoff-Doppelbindung enthält.

Die ungesättigten Fettsäuren werden erneut in zwei Untergruppen unterteilt. Es gibt die einfach ungesättigten Fettsäuren, das sind diejenigen, die nur eine Doppelbindung aufweisen. Diejenigen Säuren, die zwei oder mehr Doppelbindungen enthalten, werden als mehrfach ungesättigte Fettsäuren bezeichnet. Gesättigte Fettsäuren besitzen hingegen keine Doppelbindung.

  • Gesättigte Fettsäuren besitzen keine Doppelbindung in der Kohlenstoffkette
  • Einfach ungesättigte besitzen eine Doppelbindung
  • Mehrfach ungesättigte besitzen zwei oder mehr Doppelbindungen
  • Gesättigte Fettsäuren lassen sich eher in tierischen Produkten (Fleisch, Käse, Milchprodukte) finden, ungesättigte in Pflanzenölen und Fisch.

Das n in Omega-n-Säuren bezeichnet die Position der ersten Doppelbildung der Fettsäure, ausgehend vom Omega-Ende, dieses Ende liegt der sog. Carboxygruppe gegenüber. Bei Omega 3 Fettsäuren befindet sich die Doppelbindung an der dritten Position vom Ende aus.

Des Weiteren gehören einige Omega-3-Fettsäuren zu den essentiellen Stoffen, die das System Mensch zum Überleben benötigt. Das bedeutet weiterhin, dass der menschliche Körper sie nicht selbst herstellen kann, weshalb sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen.

Insgesamt gibt es 11 verschiedene Omega 3 Fettsäuren. Die wichtigsten für uns sind die

  • Alpha-Linolensäure (ALA)

Die Alpha-Linolensäure stellt den Baustein für die Eicosapentaen- und Docosahexaensäure, zwei weitere wichtige Typen der Omega 3 Fettsäuren, dar. Sie sind die biologisch aktiven Formen der Omega 3 Fettsäuren im menschlichen Körper.

  • Eicosapentaensäure (EPA)

Eicosapentaensäure spielt eine Rolle bei vielen Stoffwechselvorgängen. Aus der Fettsäure werden einige sog. Eicosanoide und die Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) gebildet. Eicosanoide sind hormonähnliche Substanzen, die sowohl als Neurotransmitter als auch als Immunmodulatoren wirken. Diese hormonähnlichen Substanzen spielen eine Rolle bei der Blutgerinnung und Blutdruckregulation, der Regulation des Herzschlags und der Wundheilung und Bekämpfung von Entzündungen. Sie ist insgesamt für das Immunsystem von großer Bedeutung.

  • Docosahexaensäure (DHA)

Die Omega 3 Fettsäure DHA ist im menschlichen Körper vor allem für die Aufrechterhaltung von Stoffwechselfunktionen zuständig, zu finden ist sie hauptsächlich in den Zellmembranen der Nervenzellen, in der Netzhaut und im Gehirn. Diese Form von Omega 3 macht dabei 40 Prozent der Fettsäuren aus, die in unserem Gehirn vorkommen, und 60 Prozent aller in der Netzhaut des Auges enthaltenen Fettsäuren.

EPA und DHA sind die im Körper biologisch aktiveren Omega 3-Fettsäuren, sie werden aus der Alpha-Linolensäure gebildet. Allerdings erfolgt die Umwandlung nur zu etwa 5-10%, sodass EPA und DHA in der Regel auch durch die Nahrung zugeführt werden sollten.

 

Wo findet man Omega 3 Fettsäuren?

Omega 3 in Lebensmitteln

Nahrungsmittel mit Omega 3

Omega 3 Fettsäuren sind vor allem in Pflanzenölen und Fischen enthalten. Die Alpha-Linolensäure kann der Mensch besonders durch Leinsamen, Raps, Walnüsse, und die daraus erlangten Öle gewinnen. Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure findet man in fettreichen Fischen aus Kaltwassermeeren, nicht jedoch oder nur in geringen Mengen in Süßwasserfischen. Die Spitzenreiter sind hierbei Makrele, Thunfisch und Hering, aber auch Anchovis (Sardellen). Dabei haben vor allem die kleinen Fische nicht nur ein besonders gut ausbalanciertes Fettsäurenverhältnis von EPA und DHA, sondern sind auch im Vergleich zu größeren Fischarten nur gering mit Schadstoffen belastet.

Omega 3 als Nahrungsergänzungsmittel

Für diejenigen, denen es nicht gelingt, ihren täglichen Bedarf an Omega 3 über die Nahrung zu decken, stellen Nahrungsergänzungsmittel eine ideale Option dar. Zur Ergänzung wird Omega 3 häufig als Kapseln angeboten, bezeichnet werden sie meist als Fischölkapseln. Bei den meisten Präparaten handelt es sich um Lachsöl, andere verwenden Öl von Hochseefischen (Hering, Makrele) und wieder andere bieten Kombi-Produkte mit weiteren Stoffen an. Jedoch sollte bei Fischöl-Kapseln Acht geboten werden, aus welchem Fisch diese Kapseln hergestellt werden und ob es sich nur um eine Fischsorte handelt oder mehrere unterschiedliche Fische verarbeitet werden. Letzteres weist häufig darauf hin, dass die Qualität des Fischöls nicht einwandfrei ist und sogar aus Resten bzw. Fischabfällen hergestellt wird.

Die Kapseln sind vor allem für Frauen in der Schwangerschaft essentiell, da Omega-3 Fettsäuren maßgebend die Entwicklung des Fötus beeinflussen. Lange Zeit wurde Frauen nur eine zusätzliche Zufuhr von DHA empfohlen, jedoch zeigen neueste Studien, dass beide Fettsäuren, also DHA und EPA, äußerst wichtig für Mutter und Kind sind. Zudem sind nach heutigen Erkenntnissen lediglich 15% aller Frauen ausreichend mit Omega-3 versorgt. Daher empfiehlt sich eine Supplementierung von Omega-3 insbesondere für diese Personengruppe. Aber auch für Sportler,  Rentner und für Personen, die allgemein auf eine gesunde Ernährung achten, sind Fischöl-Kapseln äußerst sinnvoll. Zwar sagt man, dass ein Mensch, der auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung achtet, meist keinen Grund zur Besorgnis und zur zusätzlichen Einnahme der Kapseln hat. Allerdings ist die heutige Ernährung selbst bei Gesundheitsbewussten häufig sehr arm an Omega 3-Fettsäuren, sodass eine Supplementierung mit zusätzlichen Fischöl-Kapseln sinnvoll sein kann, um die Funktionen des menschlichen Körpers zu fördern.

Wie viel Omega 3 benötigt der Körper?

Die regelmäßige Einnahme von Omega 3 wird sowohl von Gesundheits- als auch Ernährungsorganisationen empfohlen. Nicht nur die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im Jahr 2010 einen Artikel veröffentlicht, in dem als Referenz 250 mg EPA und/oder DHA genannt werden, auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt dieselbe Empfehlung. Es gibt aber auch amerikanische Gesundheits- und Regierungsorganisationen, die bis zu 600 mg als Richtwert nennen.

Des Weiteren gelten für diverse Personengruppen folgende Empfehlungen für einen Tagesbedarf:

  • Kleinkinder ab dem sechsten Monat bis zwei 2 Jahre: 100 mg
  • Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren: 300 mg EPA/DHA pro Tag
  • Erwachsene: 250-300 mg
  • Bei schwangeren Frauen wird eine zusätzliche Zufuhr von 200 mg DHA pro Tag empfohlen, insgesamt: 400-500 mg EPA/DHA
  • Sportler: mindestens 300 mg, bei Leistungssportler sogar deutlich über 1 g EPA/DHA

Sportler, vor allem Leistungssportler, und schwangere Frauen sollten besonders auf eine regelmäßige Zufuhr von Omega 3 achten. Da Sportler im Allgemeinen mehr Energie benötigen und verbrauchen und da Frauen in der Schwangerschaft bereits das Bedürfnis von zwei Leuten abdecken müssen, setzt sich der Tagesbedarf wie oben beschrieben zusammen.

Wirkung von Omega 3

Bei Rheuma

Zu den Krankheiten des rheumatischen Formenkreises zählen verschiedene Erkrankungen. Krankheiten wie Arthrose oder Gicht zählen zu den bekanntesten, doch auch Organe können von den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen betroffen sein. Zum Beispiel gibt es rheumatische Augen- oder Herzmuskelentzündungen, ebenso gibt es Entzündungen der Nieren, der Gefäße oder Nerven.

Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik empfiehlt gegen Rheumaschmerzen eine Zufuhr von ausreichend Omega 3 und damit eine Ernährung, die viel Fisch und andere reichhaltige Produkte beinhaltet. Es wird darauf hingewiesen, dass rheumatische Erkrankungen und Schmerzen durch eine Ernährungstherapie gelindert werden können. Doch warum ist das so?

Die im Fischöl enthaltenen Omega 3 Fettsäuren manövrieren die sog. Arachidonsäure aus bestimmten Stoffwechselwegen. Arachidonsäure wird im Körper aus der Omega-6-Fettsäure Linolsäure gebildet und dient als Ausgangsstoff für die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe. Diese verstärken die Beschwerden bei Rheuma. Linolsäure findet sich vor allem in billigen Pflanzenölen wie Sonnenblumen-, Maiskeim- oder Distelöl. Durch eine gezielte Aufnahme von Eicosapentaensäure wird die schmerzfördernde Fettsäure quasi aus dem Stoffwechsel gedrängt, sodass weniger entzündungsfördernde Botenstoffe gebildet werden.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat deshalb folgenden Ernährungstipp ausgesprochen: Zweimal pro Woche Seefisch (Anchovi, Hering usw.), um den Bedarf an Omega 3 zu decken. Für Menschen, die sich vegan ernähren, ist eine Einnahme alternativer Nahrungsergänzungsmittel, die Omega 3 enthalten, ratsam.

Eine Studie hat die klinische Wirkung einer Ergänzung durch in Fischöl enthaltene Omega 3 Fettsäuren auf rheumatoide Arthritis untersucht. Die Informationen der Doppelblind und Placebo-kontrollierte Studie beweisen, dass sich der Ausgangswert der Anzahl an Gelenkschmerzen, die Länge der Morgensteife, die Einschätzung der Aktivität der rheumatischen Arthritis sowie die Einschätzung des Schmerzes signifikant verringert hat.

Gegen Akne/Mitesser

Omega 3 reduziert die Entzündungen und Rötungen bei Akne. Die Wirkungsweise bezieht sich auf folgendes Prinzip:

  • ALA benötigt bestimmte Enzyme, um sich in EPA umzuwandeln.
  • Diese Enzyme sind dieselben, die aus Linolsäure (eine Omega-6-Fettsäure) Arachidonsäure bilden. Aus dieser werden wiederum entzündungsfördernde Botenstoffe gebildet.
  • Aus EPA entstehen hingegen entzündungshemmende Eicosanoide.
  • Je mehr ALA oder EPA dem menschlichen Körper zugeführt wird, desto mehr entzündungshemmende und umso weniger entzündungsfördernde Botenstoffe entstehen.

Es ist wichtig, auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega-6-Fettsäuren zu achten. Nach unserer modernen Lebensart und Ernährung besteht jedoch oft ein Verhältnis von bis zu 1:20 – zugunsten der negativen Linolsäure, die Entzündungen fördert. Personen, die regelmäßig Fisch verzehren und ausreichend Omega 3 zu sich nehmen, haben ein geringeres Risiko, an Akne zu erkranken. Omega 3 kann deshalb äußerst positive Auswirkungen in einer Behandlung gegen Akne, unreine Haut und Mitesser erzielen.

Man sollte allerdings speziell bei der Behandlung von Akne darauf achten, dass es sich um ein hochwertiges Fischöl handelt. Billige Fischöle werden oft nicht zeitnah verarbeitet und anschließend ungekühlt transportiert. Das führt dazu, dass die mehrfach-ungesättigten Fettsäuren verstärkt oxidieren und ranzig werden. In diesem Zustand können sie im Körper sogar Entzündungen und darüber Akne fördern.

Gut für die Haare

Omega 3 wirkt sich nicht nur positiv auf die Haut aus, sondern auch auf das Haar. Es sorgt für ausreichend Feuchtigkeit und erhöht die Spannkraft und Strapazierfähigkeit. Es versorgt dabei die Kopfhaut mit Feuchtigkeit und wirkt präventiv gegen stumpf aussehendes und trockenes Haar oder sogar Haarausfall.

Eine Studie hat die Auswirkungen einnehmbarer Ergänzungsmittel, darunter Omega 3, auf Frauen mit Haarausfall untersucht. Das Ergebnis: Supplemente, die natürliche Proteine aus dem Meer (Haifischknorpel) oder Fischöl beinhalten, reduzierten den Haarausfall beachtlich. Das Omega 3 wirkt sich äußerst positiv auf dünnes, lichter werdendes Haar aus.

Gegen Psoriasis

Bei Psoriasis (Schuppenflechte) handelt es sich um eine chronische Hauterkrankungen, die sich in einer Schuppung der Haut äußert. Dabei sind Symptome nicht durchgängig vorhanden, sondern treten in Schüben auf. Die Entstehung einer Psoriasis konnte bisher nicht vollständig geklärt werden, es ist jedoch bewiesen, dass sie durch hormonelle Veränderungen, Stress, ein schwaches Immunsystem, bestimmte Arzneimittel sowie Infektionen und Hautreizungen beeinflusst wird. Die Betroffenen leiden unter einer trockenen Haut, die Reizung der Epidermis führt zu Schuppungen.

Das Omega 3 versorgt die Haut mit Feuchtigkeit, sodass Schuppungen und andere Irritationen nicht so leicht auftreten können. Die Eicosanoide, die aus EPA entstehen, beruhigen durch ihre entzündungshemmende Wirkung die gereizte, schuppige Haut.

Gegen Arteriosklerose

Die Ursache für eine Arteriosklerose, eine Verstopfung der Blutgefäße, ist eine krankhafte Einlagerung von Cholesterin, Calcium und anderen Stoffen in arteriellen Blutgefäßen.

Eine unausgewogene Ernährung mit einer mangelnden Zufuhr von Omega 3 kann vor allem im Zusammenspiel mit Übergewicht eine Arteriosklerose fördern. Omega 3 ist deshalb von Bedeutung: DHA trägt zu einer gesunden Funktion der Zellmembranen bei und ist in der Lage, den Blutdruck zu normalisieren. Zudem sind EPA und die daraus resultierenden Eicosanoide dafür zuständig, die Flexibilität der Zellmembranen zu steigern. Mit einer ausreichenden Aufnahme von ALA oder EPA besteht deshalb die Möglichkeit, das Risiko einer Arteriosklerose zu reduzieren, indem die Blutgefäße nicht so schnell verstopfen.

Gegen Schlaganfall

Ein Schlaganfall (Apoplex) wird im Volksmund auch Hirnschlag genannt und bezeichnet eine schlagartig auftretende Erkrankung des Gehirns. Diese wird durch eine Störung der Blutversorgung des Gehirns hervorgerufen, das heißt durch verstopfte Hirngefäße oder Blutungen, und führt meist zu einer Störung oder einem Ausfall von Funktionen des zentralen Nervensystems. Sprachstörungen und –verlust, Schluckstörungen, Verwirrung und mangelnde Orientierung können Folgen sein.

Omega 3 Fettsäuren tragen zu einer normalen Hirnfunktion bei. Diese Information ist wissenschaftlich belegt und entspricht der Health-Claims Verordnung des Europäischen Parlaments und Rates über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel.

Eine unausgewogene Ernährung, der es an Omega 3 fehlt, kann in der Kombination mit Bewegungsmangel, Übergewicht und Bluthochdruck die Ursachen einer Arteriosklerose darstellen, diese kann einen Schlaganfall begünstigen. ALA, EPA und ihre Produktion der Eicosanoide verbessern die Fließeigenschaft des Blutes. Dadurch wird das Gehirn besser durchblutet und versorgt.

Bei einer Prävention eines Schlaganfalls sollte deshalb auf eine ausreichende Zufuhr an frischem Fisch oder Fischöl-Kapseln geachtet werden.

Schützt das Herz

Omega 3 Fettsäuren tragen zu einer normalen Herzfunktion bei, dies ist eine weitere Aussage, die von der Health-Claims Verordnung bestätigt wurde. Omega 3-Fettsäuren sind in der Lage die Triglycerid- und Cholesterinwerte zu reduzieren, sprich, sie beeinflussen die Blutfettwerte. Diese spielen in Bezug auf die Herzgesundheit eine ausschlaggebende Rolle. Omega 3 verringert den Anteil des negativen LDL-Cholesterins.

Omega 3 trägt dazu bei, dass das Blut langsamer gerinnt. Das kann zwar negative Konsequenzen mit sich bringen, für Menschen, die eine Herzinfarkt-Gefährdung haben, stellt es jedoch einen enormen Vorteil dar. Blutgerinnsel sind häufig der Auslöser für einen Herzinfarkt, da sie die Adern verstopfen. Auf diese Weise ist das Omega 3 in der Lage, das Herz zu schützen.

Es ist die Aufgabe des Blutdrucks, Blut durch den Kreislauf zu pumpen und die Organe und Körperzellen mit ausreichend Nährstoffen sowie Sauerstoffen zu versorgen. Das Herz-Kreislauf-System kann durch gesunde Ernährung und Bewegung gefördert werden. Dies ist wichtig, um das Risiko von Herzkreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Omega 3  findet ihre Anwendung deshalb auch bei der koronaren Herzkrankheit. Einige Therapeuten verschreiben hier Medikamente, die Omega 3 enthalten. Omega 3 ist für ein gut funktionierendes Herz von großer Bedeutung und mindert die Entstehung von Herzkreislauf Erkrankungen.

Gegen Thrombosen

Der Ausdruck Thrombose bezeichnet die Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Blutgefäß, oft sind dabei Venen in den Beinen betroffen. Man unterscheidet dabei zwischen einer arteriellen Thrombose und einer Venenthrombose. Um eine Thrombose zu verhindern, ist es wichtig, dass das Blut normal fließt und keine Stromwirbel entstehen.

Blutkrankheiten oder Störungen in Bezug auf die Funktion der Blutgerinnung sind mögliche Ursachen für eine Thrombose. Omega 3 Fettsäuren haben dabei eine enorme Bedeutung, denn sie tragen dazu bei, dass das Blut langsamer gerinnt. Omega 3 ist dadurch in der Lage, die Wahrscheinlichkeit einer Verstopfung der Blutgefäße zu senken. Umgekehrt kann ein schwerwiegender Mangel an Omega 3 dazu führen, das Risiko einer Thrombose-Erkrankung zu erhöhen.

Senkt den Blutdruck

Dank des Blutdrucks wird Blut durch den Kreislauf gepumpt und Organe und Körperzellen werden mit ausreichend Nähr- und Sauerstoff versorgt. Der Blutdruck wird von Hormonen, sowie Gefäß- und Nervenaktionen gesteuert. Befindet sich der Mensch in einer Stresssituation oder betätigt er sich körperlich, erhöht sich der Blutdruck. Ist er entspannt, ist der Blutdruck dementsprechend niedriger. Eine Erhöhung des Blutdrucks erfolgt durch eine Verengung der Blutgefäße, oder durch eine gesteigerte Herzaktivität. Bluthochdruck ist für den Menschen jedoch auch gefährlich, denn er begünstigt Arteriosklerose und allgemein Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Nierenkrankheiten und Nierenversagen, oder kann sich schädlich auf die Augen auswirken und das Sehvermögen verschlechtern.

Die Eicosanoide, die der Körper aus EPA durch eine Einnahme von Omega 3 Fettsäuren produziert, wirken sich positiv auf einen erhöhten Blutdruck aus und sind in der Lage, diesen zu senken. Sie erweitern die Blutgefäße, was dazu führt, dass das Blut langsamer durch den Körper gepumpt wird. Der Blutdruck wird dadurch gesenkt und das Risiko einer Verstopfung der Blutgefäße (Arteriosklerose) verringert sich. Omega 3 kann auf diese Weise gefährlichen Herzkreislauf-Erkrankungen vorbeugen.

Bei Osteoporose

Osteoporose bezeichnet eine Erkrankung des Skelettsystems, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen können. Durch die verminderte Knochendichte kann eine Kontinuitätsunterbrechung des Knochengewebes entstehen, Knochenbrüche kommen leichter zustande. Eine Osteoporose kann aus verschiedenen Ursachen hervorgehen, aus Hormon- und Stoffwechselkrankheiten, aber auch aus Erkrankungen der Leber, Niere oder des Darms. Ein hoher Spiegel von Omega 3 im Blut ist assoziiert mit einem niedrigeren Risiko für Osteoporose.

Gegen Diabetes

Für einige Diabetes-Patienten ist es Gang und Gebe, ihre Blutfettwerte und damit ihren Cholesterinspiegel (HDL- und LDL-Cholesterin) und die Anzahl der Triglyceride zu überprüfen. Es wird dabei zwischen dem guten HDL-Cholesterin, das überschüssiges Cholesterin aus den Blutgefäßen entfernt, und dem negativen LDL-Cholesterin unterschieden. Ist der Spiegel im Gleichgewicht, dankt es der Körper.

Omega 3 Fettsäuren beeinflussen Diabetes, indem sie die Triglycerid- und LDL-Werte verringern. Dabei haben sie kaum Einfluss auf die HDL-Werte. Das Omega 3 verbessert zudem die Insulinresistenz des menschlichen Körpers, eine geregelte Aufnahme der Fettsäuren durch eine ausgewogene Ernährung oder geeignete Supplemente ist so in der Lage, das Risiko an Diabetes zu erkranken, zu reduzieren.

Dabei muss vor allem auf einen Ausgleich von Omega 3 und Omega-6-Fettsäuren geachtet werden. Unsere moderne Lebensweise und Ernährung hat Schuld daran, dass der Großteil der Menschen in westlichen Ländern viel zu viel Omega-6 zu sich nimmt.

Gegen Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts

Der Darm ist der Ort, den jeden Tag mehrere Kilo an Flüssigkeit und Nahrung durchwandern. Omega 3 kann das Risiko, an Magen-Darm-Erkrankungen zu erleiden, reduzieren und wirkt sich positiv auf bereits entstandene Entzündungen in diversen Bereichen des Magen-Darm-Trakts aus.

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist die Voraussetzung für einen gesunden Darm, dazu gehört eine ausreichende Zufuhr an Omega 3. Die Aufrechterhaltung einer gesunden Darmschleimhaut und Darmflora gehört in das Aufgabengebiet der Fettsäuren. Damit geht einher, dass sie in der Lage sind, Magen-Darm-Erkrankungen zu verringern. Ist der Darm gestresst, können unbeliebte Beschwerden wie Durchfall auftreten. Ist die Darmflora zufrieden und ausgeglichen, entstehen derartige Probleme nicht. Auf diese Weise trägt Omega 3 dazu bei, Verstimmungen wie Durchfall, Übelkeit oder Blähungen vorzubeugen.

Besteht bereits eine Entzündung im Magen-Darm-Trakt, gewinnt eine weitere Funktion von Omega 3 an Bedeutung: EPA produziert Botenstoffe, die sich positiv auf Entzündungen auswirken und verringert gleichzeitig diese, die Entzündungen begünstigen. Die entzündungshemmende Eigenschaft der Eicosanoide zeigt bei Erkrankungen des Magens und des Darms schnell eine wohltuende Wirkung und bekämpft die Symptome.

Beugt Demenz vor

Demenz bedeutet übersetzt so viel wie „Nachlassen der Verstandeskraft“ und bezeichnet ein psychiatrisches Syndrom und damit einen Überbegriff der Krankheitsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen einhergehen. Darunter leidet die Erinnerungs- und Orientierungsfähigkeit, das Denken sowie die Fähigkeit, Inhalte und Gedankengänge zu verknüpfen.

Omega 3 Fettsäuren sind gut für das Gehirn, sie fördern den Gehirnstoffwechsel und stärken das Gedächtnis. Eine der Hauptaufgaben des Omega 3 beinhaltet den Schutz der Nervenzellen. Die Entstehung und Ursachen einer Demenz werfen bis heute Fragen auf, es gibt aber Kenntnis über Umstände, die den Ausbruch einer Erkrankung begünstigen. Dazu zählt eine Störung des Herzrhythmus, Diabetes, erhöhte Cholesterin- und Homocysteinwerte oder Bluthochdruck. Eine ungesunde Lebensweise, die Rauchen, einen hohen Alkoholkonsum und Übergewicht beinhaltet, beeinflusst eine Entstehung einer Demenz.

Omega 3 beeinflusst den Herzrhythmus, wirkt gegen Diabetes, balanciert unausgeglichene Cholesterinwerte aus und ist in der Lage, den Blutdruck zu senken. Da sich Omega 3 Fettsäuren positiv auf mehrere der möglichen Ursachen auswirkt, besteht eine Möglichkeit, dass eine geregelte Zufuhr als Prävention dienen kann oder das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen kann. Durch eine Demenz treten außerdem Entzündungsprozesse im Gehirn auf, die durch Omega 3 gehemmt werden können.

Gegen Alzheimer

Alzheimer (neurodegenerative Demenz) ist die bekannteste und häufigste Form der Demenz. Bei dieser Form der Erkrankung sterben Nervenzellen in Bereichen des Gehirns ab. Omega 3 kann helfen, die Symptome von Alzheimer zu mindern.

Omega 3 wird in der Alzheimer-Forschung als äußerst vielversprechend angesehen, da die zellschützenden Funktionen Auswirkungen auf die Erkrankung haben könnten. Einige Studien legen Informationen bereit, die für eine präventive Wirkung der DHA, die aus Omega 3 entsteht, sprechen. Außerdem weisen sie daraufhin, dass DHA den Fortschritt einer Demenz in den frühen Phasen verlangsamen kann, so auch von Alzheimer. Die Informationen der Studien belegen, dass es auch in einem hohen Alter überaus wichtig ist, auf eine ausgewogene Ernährung und eine geregelte Zufuhr von Omega 3 zu achten. Auch das in Fischölkapseln enthaltene Omega 3 kann eine Demenz-Erkrankung und Alzheimer positiv beeinflussen.

Gegen Depressionen

Omega 3 Fettsäuren können psychischen Krankheiten und Depressionen vorbeugen. Eine Theorie spricht sich dafür aus, dass einige Bestandteile von Omega 3 als eine Art natürliches Antidepressivum fungieren. Bei EPA und DHA scheint es sich um Komponenten zu handeln, die Verstimmungen und Unausgeglichenheit entgegenwirken können. Es ist außerdem bewiesen, dass Personen, die an einem Omega 3 Mangel leiden, ein größeres Risiko besitzen, an Depressionen zu erkranken.

Eine wissenschaftliche Studie hat den Zusammenhang von einem Mangel an Omega 3 und Depressionen untersucht. Dabei wurde die Zusammensetzung der Fettsäuren in den Zellmembranen von 15 depressiven und 15 gesunden Patienten gemessen. Und das Ergebnis lässt staunen: Depressive Probanden wiesen einen signifikanten Mangel an Omega 3 im Allgemeinen und besonders einen Mangel an der Fettsäure DHA auf.

Eine Inkubation der roten Blutkörperchen von Kontrollpersonen mit Wasserstoffperoxid hob alle bedeutsamen Unterschiede zwischen Patienten und Kontrollpersonen auf. Daraus geht hervor, dass die Zellmembranen der roten Blutkörperchen oxidative Schädigungen aufweisen. Omega 3 trägt zu einem gesunden Stoffwechsel bei und fördert das Schutzsystem, das oxidativen Stress verhindern kann. Da bei Patienten, die unter Depressionen leiden, ein Mangel an Omega 3 und DHA sichtbar ist, liegt die Vermutung nahe, dass dieser die Entstehung von Depressionen begünstigt.

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Steigert die Konzentration

Omega 3 Fettsäuren tragen zur einer normalen Gehirnfunktion bei. Diese Aussage ist wissenschaftlich bewiesen. Da sich Omega 3 positiv auf Demenz-Erkrankungen auswirkt und somit das Gedächtnis und die Denkleistung fördern, ist es naheliegend, dass es ebenfalls in der Lage ist, die Konzentration zu steigern.

Vor allem bei Kindern ist es wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Lebensmittel, die reich an Omega 3 sind, sollten auch bei ihnen auf dem Speiseplan stehen. Omega 3 trägt zur Gedächtnisentwicklung und Förderung des Gehirns bei. Verschiedene Studien berichten über Ergebnisse, laut denen sich die Konzentration von Kindern nach einer Zufuhr von Omega 3 beachtlich verbessert hat. Die Omega 3 Fettsäuren ermöglichen eine bessere Aufmerksamkeit, außerdem bleiben erlernte Inhalte besser im Gedächtnis.

Gegen Schlafstörungen

Eine britische Studie belegt einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und einem Mangel an Omega 3. Dabei wurde das Schlafverhalten von Kindern untersucht, die ausreichend Omega 3 zu sich nehmen, und von denen, die eine niedrigere Zufuhr an Omega 3 haben. Das Ergebnis: Die Qualität des Schlafes der Kinder mit einer geregelten Zufuhr von Omega 3, insbesondere DHA, ist deutlich besser als die der Kinder mit unzureichend Omega 3. Diese weisen eine deutlich höhere Schlaflatenz auf und leiden häufiger an Durchschlafproblemen.

Doch eins muss dabei beachtet werden: Nicht allein die Menge an Omega 3 Fettsäuren im Körper ist ausschlaggebend für einen erholsamen Schlaf, sondern auch die Menge an Omega-6-Fettsäuren. Das Verhältnis der Fettsäuren trägt zur Qualität des Schlafes bei, der Großteil der Menschen leidet an einem Überschuss an Omega 6 und einem Mangel an Omega 3. Mehr Omega 3 und weniger Omega 6, das scheint der Schlüssel zu einem erholsamen Schlaf zu sein.

Gegen ADHS

Omega 3 Fettsäuren fördern eine normale Gehirnfunktion, verbessern das Gedächtnis, die Konzentration und die Denkleistung, außerdem kann es positive Effekte bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer erzielen. Warum sollten diese Eigenschaften nicht auch Vorteile auf Menschen, die an ADHS leiden, ausüben?

Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist eine Erkrankung, bei der sich oft Symptome wie

  • Verstärkte Impulse
  • Innere Unruhe
  • Störung der Konzentration und Aufmerksamkeit
  • Unterbrechung anderer

bemerkbar machen. Diese können durch Omega 3 reduziert werden.

Studien legen dar, dass diejenigen Kinder, die an ADHS erkrankt sind, oft einen niedrigen Omega 3 Spiegel und geringere DHA-Werte aufweisen.

Eine ausreichende Menge an Omega 3 kann dazu beitragen, Unaufmerksamkeit und Unruhe einzudämmen sowie positive Eigenschaften wie Konzentrationsstärke und Achtsamkeit zu fördern. Kinder, die ausreichend Omega 3 zu sich nehmen, erscheinen ruhiger und sind in der Lage, sich besser zu konzentrieren.

Gegen Krebs

Entzündungen spielen bei der Entstehung von Krebs eine bedeutende Rolle, außerdem begünstigen sie den Fortschritt einer onkologischen Erkrankung. Omega 3 produziert Eicosanoide, die natürlich entzündungshemmend wirken. Es ist deshalb nicht unwahrscheinlich, dass Omega 3 zur Prävention von Krebs dienen kann. Doch Omega 3 ist nicht nur bei der Entstehung und im Verlauf der Krankheit von Bedeutung, die Fettsäuren haben auch positive Auswirkungen auf eine Behandlung mit einer Chemotherapie.

Bei Chemotherapie

Es gibt mittlerweile einige wissenschaftliche Studien, die beweisen, dass Omega 3 Nebenwirkungen, die mit einer Chemotherapie einhergehen, verringern kann. Omega 3 wirken sich positiv auf den Muskelaufbau aus. Das ist übrigens auch der Grund, warum es so viele Sportler gibt, die neben Protein Supplementen auch Fischöl zu sich nehmen. Nicht nur das Protein ist wichtig für die Muskeln und ihren Aufbau, sondern auch Vitamine (etwa das Vitamin B6, E oder C) und besonders Omega 3.

Eine Einnahme von Omega 3 kann dazu führen, dass die Muskelmasse in einer Behandlung durch eine Chemotherapie besser erhalten bleibt. Des Weiteren soll das Omega 3 die Wirkung einer Chemotherapie auf den Krebs sogar verstärken.

Eine Studie hat die Ernährung von mexikanischen Patientinnen mit Brustkrebs untersucht. Dabei wurde ein Zusammenhang zwischen Omega 3 und dem Risiko einer Erkrankung mit Brustkrebs festgestellt – zugunsten des Omega 3. Ebenso scheint das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 eine Rolle zu spielen. Es wurde festgestellt, dass diejenigen Frauen, die nach ihren Wechseljahren eine erhöhte Zufuhr an Omega 6 aufweisen, ein höheres Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Umgekehrt war das Risiko derjenigen Frauen, die eine erhöhte Zufuhr an Omega 3 aufweisen, deutlich niedriger. Dies war jedoch nur bei übergewichtigen Frauen der Fall.

Um das Risiko einer Erkrankung an Krebs und die Menge an Omega 3 im Körper in Verbindung bringen zu können, müssen also weitere Umstände mit einbezogen werden. Trotzdem steht Omega 3 demzufolge im Zusammenhang mit onkologischen Krankheiten, und Omega 3 ist in der Lage, sich positiv auf Krebs und damit einhergehende Therapie- und Behandlungsformen auszuwirken.

Angelica Angeles-Llerenas Studie Download

Gegen Multiple Sklerose

Bei einer multiplen Sklerose handelt es sich um eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Die Ursache der Entstehung einer multiplen Sklerose ist bis dato nicht vollständig geklärt, es ist jedoch wahrscheinlich, dass eine Auto-Immunreaktion der Grund dafür ist. Das Immunsystem schädigt dabei der Hüllschicht der Nervenfasern. Weitere Umstände, zum Beispiel eine ungesunde Lebensweise oder unausgewogene Ernährung (Mangel an Vitamin D, Rauchen), beeinflussen die Entstehung der Krankheit.

Eicosapentaensäure spielt eine Rolle bei vielen Stoffwechselvorgängen. Die hormonähnlichen Eicosanoide wirken als Neurotransmitter wie auch Immunmodulatoren, sie sind deshalb für ein gut funktionierendes Immunsystem unabdingbar.

Studien zur Nahrungs-Supplementation kamen zu dem Ergebnis, dass sich Omega 3 positiv auf eine multiple Sklerose auswirken kann. Bei Patienten, die ausreichend Omega 3 zu sich nehmen, schreitet die chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems nicht so schnell voran, auch verringert sich die Intensität ihrer Auswirkungen und die Häufigkeit von Rückfällen. Omega 3 produziert außerdem entzündungshemmende Neurotransmitter und verbessert die Immunfunktion der Patienten. Arachidonsäure hingegen kann die Entzündungen fördern. Bei der Studie wurde festgestellt, dass sich deshalb eine Ernährung, die reich an Omega 3 ist, positiv auf eine multiple Sklerose auswirken kann. Dadurch wird die entzündungsförderliche Arachidonsäure blockiert und es werden stattdessen entzündungshemmende Eicosanoide freigesetzt.

Lindert Entzündungen im Körper

Omega 3 lindert Entzündungen im Körper, und das gleich auf zweifache Weise:

Aus EPA werden entzündungshemmende Eicosanoide gebildet, die direkt auf Entzündungen einwirken. Gleichzeitig konkurrieren Omega 3 und Omega 6 um die gleichen Enzyme, sodass ein höheres Aufkommen von Omega 3 verhindert, dass Omega 6 zu Arachidonsäure und letztlich zu entzündungsfördernden Eicosanoiden umgesetzt wird.

Bei einer ausreichenden Zufuhr an Omega 3 können zum Beispiel die Entzündungen, die bei Akne auftreten, reduziert werden. Die Haut beruhigt sich und Rötungen werden gelindert. Dieser Effekt ist auch bei Psoriasis, bei schuppiger Haut, zu beobachten. Auch Entzündungsprozesse im Gehirn oder entzündliche Krankheiten in diversen Magen-Darm-Bereichen können auf diese Weise bekämpft werden.

Schützt die Augen

Die Omega 3 Fettsäure DHA ist im menschlichen Körper vor allem für die Aufrechterhaltung von Stoffwechselfunktionen zuständig, zu finden ist sie hauptsächlich in den Zellmembranen der Nervenzellen, in der Netzhaut und im Gehirn. Sie macht dabei 40 Prozent der Fettsäuren aus, die in unserem Gehirn vorkommen, und stolze 60 Prozent aller in der Netzhaut des Auges enthaltenen Fettsäuren.

Da ist es kein Wunder, dass Omega 3 die Augen vor einer Sehschwäche schützt. Befindet sich umgekehrt nicht ausreichend Omega 3 im Körper, kann dies zu trockenen Augen oder Entzündungen führen. Das Omega 3 ist für die Versorgung der Augen mit Feuchtigkeit zuständig und sorgt dafür, dass die Tränendrüse an den Rändern der Augenlider mehr Sekret produziert. Des Weiteren kommen Omega 3 Fettsäuren in der Netzhaut des Auges vor, sie schützen das Auge und unterstützen unter anderem die Fähigkeit des Hell-Dunkel-Sehens.

Nebenwirkungen

Bei der Menge, die wir an Omega 3 durch unsere tägliche Ernährung aufnehmen, entstehen keine Nebenwirkungen. Nebenwirkungen sind aber bei mangelhaftem Fischöl häufig. So ist insbesondere auf das Verfallsdatum zu achten, aber auch Qualität, in Form des Rohstoffs und der Reinheit (Aufreinigungsverfahren), können Nebenwirkungen begünstigen. Nicht zuletzt fördert ein hoher Totox-Wert Nebenwirkungen und allergische Reaktionen auf Fischöl. Denn der Totox-Wert misst den Oxidationsgrad von Fischöl und je höher dieser ausfällt, desto ranziger und schädlicher ist das Fischöl. Es ist aber durchaus wichtig, einen gesunden Omega 3 Wert aufrechtzuerhalten, die meisten Menschen nehmen zu viel Omega 6 und zu wenig Omega 3 zu sich. Für viele Personen ist es deshalb sinnvoll, ihre Omega 3 Zufuhr zu erhöhen, weil der Großteil der Bevölkerung deutlich unterversorgt ist. Eine Aufnahme von bis zu 5g pro Tag ist ungefährlich, die Sicherheit wurde auch von der European Food Safety Authority bestätigt.

Werden dem Körper zu große Mengen an Omega 3 Fettsäuren zugeführt (über 20g), können Beschwerden wie Übelkeit, Blähungen und Durchfall auftreten.

In sehr seltenen Fällen führt eine Überdosierung an den Omega 3 Fettsäuren EPA und DHA außerdem zu einer Erhöhung der Blutzuckerwerte oder Nasenbluten.

Werden Fischöl oder andere nahrungsergänzende Präparate in der empfohlenen Dosierung aufgenommen, kommt es nicht zu Nebenwirkungen, auch Wechselwirkungen mit anderen Vitalstoffen treten nicht auf. Werden andere Medikamente eingenommen sollte vor der Einnahme Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden. Bei einer Überdosierung von Fischölpräparaten kann die Blutgerinnungswirkung (auch in Einnahme mit anderen Arzneimitteln) beeinflusst werden.

Für gesunde Menschen stellt die Einnahme von Omega 3 oder entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln (Kapseln mit Fischöl oder ähnliche Präparate) keine Gefahr dar. Omega 3 spielt eine Rolle für das Immunsystem und bei Stoffwechselvorgängen, hemmen Entzündungen, beugen Demenz- und Krebserkrankungen vor, sie schützen Augen und Herz, können die Beschwerden von Akne oder Schuppenflechte lindern und helfen bei zahlreichen weiteren Krankheiten. Wer an einem Mangel an Omega 3 leidet oder mit einer der oben genannten Erkrankungen und Beschwerden zu kämpfen hat, für den kann es gut sein, seine Zufuhr an Omega 3 zu erhöhen. Wer sich unsicher ist, sollte vorher Rücksprache mit einem Arzt halten.

ALA – alpha-Linolensäure

Die α-Linolensäure stellt den Baustein für die Eicosapentaen- und Docosahexaensäure, zwei weitere wichtige Typen der Omega 3 Fettsäuren, dar. Sie sind die biologisch aktiven Formen der Omega 3 Fettsäuren im menschlichen Körper. ALA ist eine dreifach ungesättigte Fettsäure und zählt zu den Omega-3-Fettsäuren. Sie enthält eine Kette mit nur 18 Kohlenstoffen und ist besonders in pflanzlichen Quellen vertreten, wie z.B. in Chiasamen oder Leinsamen. In Bezug auf den gesundheitlichen Nutzen spielt sie unter den Omega-3-Fettsäuren eher eine untergeordnete Rolle, da DHA und EPA laut Studien deutlich mehr gesundheitsförderliche Eigenschaften bieten. Der menschliche Körper ist zwar in der Lage ALA zu DHA und EPA umzuwandeln, jedoch liegt die Umwandlungsrate bei nur etwa 5-10%, sodass es schwierig wird, den Körper über ALA mit DHA und EPA zu versorgen. Nichtsdestotrotz hat ALA als mehrfach ungesättigte Fettsäure diverse gesundheitsfördernde Eigenschaften, wirkt entzündungshemmend und scheint ein gewisses kardioprotektives Potential zu besitzen. Besonders für Veganer, die kein Fisch essen, ist ALA ein wichtiger Baustein gesunder Ernährung.

EPA – Eicosapentaensäure

Eicosapentaensäure spielt eine Rolle bei vielen Stoffwechselvorgängen. Aus der Fettsäure werden Eicosanoide und Docosahexaensäure (DHA) gebildet. Eicosanoide sind hormonähnliche Substanzen, die sowohl als Botenstoffe, als auch als Immunmodulatoren wirken. Diese hormonähnlichen Substanzen spielen eine Rolle bei der Blutgerinnung und Blutdruckregulation, der Regulation des Herzschlags und der Wundheilung und Bekämpfung von Entzündungen. Sie ist insgesamt für das Immunsystem von großer Bedeutung. EPA ist eine mehrfach-ungesättigte Fettsäure mit einer Kette aus 20 Kohlenstoffen und zählt zu den Omega-3-Fettsäuren. Sie kommt in den meisten tierischen Lebensmitteln vor, wobei nur fetter Kaltwasserfisch ernährungsphysiologisch relevante Menge bietet. EPA wird im menschlichen Körper unter anderem zu der Omega-3-Fettsäure DHA umgewandelt und greift in Entzündungsprozesse ein. Sie wirkt positiv bei koronarer Herzkrankheit und diversen psychischen Problemen wie Depression und Schizophrenie. Vor allem in Kombination mit DHA entfaltet EPA seine diversen gesundheitsförderlichen Effekte. Ab einer täglichen Einnahme von zwei Gramm EPA & DHA wird ein Beitrag zum Erhalt normaler Blut-Triglycerid-Werte geleistet. Ab drei Gramm tragen EPA & DHA dazu bei, einen normalen Blutdruck zu erhalten. EPA & DHA tragen überdies zur normalen Funktion des Herzens bei.

DHA – Docosahexaensäure

Die Omega 3 Fettsäure DHA ist im menschlichen Körper vor allem für die Aufrechterhaltung von Stoffwechselfunktionen zuständig, zu finden ist sie hauptsächlich in den Zellmembranen der Nervenzellen, in der Netzhaut und im Gehirn. Diese Form von Omega 3 macht dabei 40 Prozent der Fettsäuren aus, die in unserem Gehirn vorkommen, und 60 Prozent aller in der Netzhaut des Auges enthaltenen Fettsäuren. DHA ist eine mehrfach-ungesättigte Fettsäure und zählt mit einer Kette aus 22 Kohlenstoffen zu den längsten Omega 3-Fettsäuren. Sie ist Bestandteil der Zellmembranen in zentralen Nervensystem und damit auch im Auge und Gehirn und wird zum Teil im menschlichen Körper aus EPA gebildet. Außerdem kommt DHA in fettem Kaltwasserfisch vor. Sie trägt bei einer Aufnahme von mindestens 250 mg täglich zum Erhalt einer normalen Hirnfunktion und des Sehvermögens bei. Auch bereits in der Schwangerschaft kann sie bei Föten zur normalen Entwicklung von Gehirn und Augen beitragen, wenn die Mutter zusätzlich zum empfohlenen Bedarf an Omega-3-Fettsäuren von 250 mg (EPA & DHA) weitere 200 mg DHA aufnimmt. Kinder bis zum 12. Monat, die von einer Mutter, die diesen Ernährungsempfehlungen folgt, gestillt werden, profitieren ebenfalls von dem Effekt. Viele weitere gesundheitliche Vorzüge entfalten sich, wenn DHA in ausreichender Menge mit EPA aufgenommen wird.

Die EPA und DHA sind die im Körper biologisch aktiveren Säuren von Omega 3, sie werden aus der Alpha-Linolensäure gebildet. Jede Fettsäure hat ihre eigene Funktion. ALA ist meistens in den Pflanzen enthalten und wird – leider nur in einem sehr niedrigen Verhältnis – zu EPA verarbeitet. Nichtsdestotrotz wirkt sie ebenfalls entzündungshemmend und ist genauso wie EPA gut fürs Herz. DHA, die nächste Stufe, ist verantwortlich für die Entwicklung des Gehirns und des Sehvermögens. Ein oft empfohlenes Verhältnis von EPA:DHA von 2:1 ist also nicht immer sinnvoll. Besonders für Schwangere und ihre ungeborenen Kinder ist beispielsweise DHA wichtig. Daher ist es vor allem für Schwangere wichtig auf ein ausbalanciertes Verhältnis von DHA und EPA zu achten. Dies schafft man gut mit hochwertigen auf Schwangere zugeschnittenen Omega-3 Präparaten.

Ernährungsphysiologisch wertvolle Fettsäuren

Omega-3 zählen zu den ernährungsphysiologisch wertvollsten Fetten, die man als gesundheitsbewusster Mensch zuführen kann. Eine Unterversorgung in Folge einer unausgewogenen Ernährung kann Gesundheit und Wohlbefinden schaden. Epidemiologische Studien konnten zeigen, dass bis zu 99% der US-Amerikaner zu wenig Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Dabei handelt es sich um einen Vitalstoff von unschätzbarem Wert für die Gesundheit. Bereits Kinder im Mutterleib profitieren von einer ausreichenden Versorgung  zur Entwicklung eines intakten Nervensystems und Sehvermögens. Im Verlauf des weiteren Lebens bleibt eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren von zentraler Bedeutung und leistet einen Beitrag zur Gesunderhaltung des Herz-Kreislauf-Systems und des zentralen Nervensystems.

Omega-3-Kapseln und Supplemente

Viele informierte Bürger entscheiden sich aufgrund der vielen Gesundheitsvorzüge für die Supplementation eines Omega-3-Präparats. Der natürliche Rohstoff für Omega-3-Präparate ist dabei in aller Regel Fisch.

In Zeiten überfischter Meere und steigender Umweltbelastung wundert es jedoch nicht, dass die Qualität solcher Präparate sehr unterschiedlich ausfallen kann. Besonders kritisch zu betrachten ist hierbei Fisch aus Aquakulturen. So haben die steigenden Futtermittelkosten dazu geführt, dass Zuchtfisch mit minderwertigem Futter gemästet wird und in der Folge der Omega-3-Gehalt in Zuchtlachsen im Vergleich zu früheren Zeiten um die Hälfte gesunken ist. Noch besorgniserregender ist die Tatsache, dass Futtermittel für Zuchtlachse großzügig mit Ethoxiquin konserviert werden – einem Antioxidationsmittel, für dessen Verwendung bei Obst und Gemüse strenge Richtlinien existieren, nicht jedoch bei Fisch.

Doch auch Omega-3-Fettsäuren von Fischen aus Wildfang sind nicht unbedenklich. Hier stellen Schwermetalle wie Blei ein sehr ernstes Problem dar, da sie sich im Fettgewebe der Tiere anreichern. Je weiter oben in der Nahrungskette ein Fisch steht, umso größer ist in der Regel die Belastung. Vor allem für schwangere und stillende Frauen sind durch Blei belastete Lebensmittel eine unsichtbare Gefahr, da das Gift für die Entwicklung des Kindes verheerend sein kann. Deshalb achten Sie auf gute Qualität und besonders niedrige Schadstoff- und Totox-Werte. Jedoch muss bei Fischöl-Kapseln klar sein, dass es Präparate ganz ohne Schadstoffe nicht gibt. Denn unsere Meere sind dafür zu stark mit Umweltgiften, Schwermetallen, aber auch Mikroplastik belastet. Daher sollte man hier insbesondere auf den Rohstoff, am besten kleine Fische, und auf die Aufreinigungsart des Fischöls achten. Dadurch können nämlich Schadstoffe maximal herausgefiltert werden.

Große Unterschiede in der Güte von Fischöl

Nichtsdestotrotz leistet ein hochwertiges Omega-3-Präparat aus einer vertrauenswürdigen Quelle einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit. Der unübersichtliche Markt bietet die unterschiedlichsten Qualitäten und es ist oft schwierig ein gutes Produkt auszuwählen. Für Ihre Gesundheit und das Wohl ihrer Familie sollte dennoch natürlich nur das Beste gut genug sein.